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Fechtkunst

Fechten als Kampfkunst hat in Europa eine lange Tradition und galt bis ins 20. Jahrhundert als eine der absoluten Grundlagen einer guten bürgerlichen Erziehung. Den fernöstlichen Kampfkunsttraditionen nicht unähnlich, beinhaltet die Fechtausbildung dabei weit mehr als die reine Fähigkeit an der Waffe: Körperliche wie geistige Stärke, Analyse- und Auseinandersetzungsfähigkeit, Fokus und Stresskompetenz, eine feinsinnige Wahrnehmung des Selbst und des Gegenübers sind Qualitäten, die sich im Üben mit der Klinge entwickeln sollen. Fechten als Kampfkunst hat stets den Schüler als Menschen vor Augen, der sich mit und an seinem Sport entwickeln möchte.

Wir unterrichten nach modernen sportwissenschaftlichen Erkenntnissen. Die jeweiligen Waffen werden auf Grundlage der historischen Quellen trainiert. Im Sinne des SchwertRings und der Akademie der Fechtkunst Deutschlands wird dabei die Quelle möglichst undogmatisch erforscht, mit dem Ziel, funktionales Fechten mit der historischen Waffe zu schulen, das technisch mit der Quelle nicht im Widerspruch steht. Darüber hinaus wird immer wieder der Bezug zu anderen Systemen innerhalb der europäischen Kampfkunst hergestellt – der Fechtschüler von damals lernte schließlich üblicherweise auch Ring- und Faustkampf und den Umgang mit verschiedenen Fechtwaffen.
Die Fechthalle versteht sich in diesem traditionellen Sinne als ein offener Ort der Begegnung, der Erfahrung und des Wachstums und nicht als eine Arena für die Härtesten.

Auch Schüler, die sich und anderen ihre Fähigkeiten im Wettkampf beweisen möchten, sind bei uns gut aufgehoben: Fechtlehrer Adrian van Bronswijk ist Mitglied im Komitee für das Internationale Turnierregelwerk für Fechten mit historischen Waffen und selbst als Wettkämpfer und Kampfleiter auf internationalen Wettkämpfen mit dem Langschwert aktiv.